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Watt unter - D 2007 - FSK: 12 Jahre

Zur Entstehung:

„Watt unter“ ist geboren aus der Lust am Nicht-Aufgeben. Innerhalb von drei Jahren stand ich mit zwei relativ aufwendigen Spielfilmprojekten schon kurz vor der Realisierung. Und gerade wenn man mal sehr weit gekommen ist und viel Zeit investiert hat, schmerzt es umso mehr, wenn das ganze aus den Fingern regelrecht dahinbröselt.
Aber ich bin nun mal Filmemacher und will Filme machen. Und so habe ich mich entschlossen, etwas zu schreiben, was mit wenigen Mitteln realisierbar sein würde. Das (Nicht-)Aufgeben sollte auch Thema des Films werden. Und dazu wollte ich einen Ort, der für mich etwas von Endzeitstimmung hat.
Oft war ich (als Bayer mit auch norddeutschen Wurzeln) an der Nordsee und auf ihren Inseln. Am faszinierendsten empfand ich schon immer die Halligen. Sie haben für mich etwas vom Ende der Welt - eine Stimmung, die dieser Film brauchte. Aus dem Ort heraus habe ich die Geschichte entwickelt.
Ich hatte auch überhaupt keine Lust mehr, bei Förderungen einzureichen und dann ewig zu warten und zu warten. Es gibt einfach viel zu viele Filmemacher. Und viel zu wenige, die eine Chance bekommen. Freunde, Eltern, Verwandte – alle habe ich stattdessen um Kredite gebeten. Und nicht nur das: Vor allem mussten auch Darsteller und Team gefunden werden, die mit dem Risiko leben konnten, vielleicht nie Geld für ihre Arbeit zu bekommen.

Im November 2005 schließlich haben wir auf Hallig Langeness binnen 3 Wochen diesen Film gedreht. Ich bin allen Mitmachern, Helfern und Unterstützern unendlich dankbar. Jeder hat gegeben, was er konnte. Und auch wenn man dem Film manchmal anmerken mag, dass er unter No-Budget-Bedingungen entstanden ist, so lebt er sicherlich von einer eigenen Erzählweise und einer großen Lust am Nicht-Aufgeben.

Zum Film:

Spätherbst, November, eine verlassene Hallig. Ein gescheiterter Akademiker mitten im Wattenmeer. Eine plappernde Träumerin nach der Abreise wieder zurückgekehrt. Ein plötzlich auftauchender, geheimnisvoller Fremder.
Alle drei tragen Endzeitstimmung in sich. Der eine aus Verachtung und Frust, sie aus dem Gefühl der Minderwertigkeit und der der dritte aus Überdruss. Ein gefundener Ball und ein möglicher Schatz einen die drei und trennen sie auch wieder. Am Ende fällt ein Schuss und danach herrscht Land unter.
„Watt unter“ ist ein heiter-melancholischer Film über das (Nicht-)Aufgeben.


 zum Regisseur: